Laufen auf Dienstreisen – Dietikon

Zugegebenermaßen war einer der Gründe, dass ich mich nicht erst morgen früh in so einen Rote-Augen-Flieger setze, sondern heute schon angereist bin, der Gedanke, dass ich meinen Sonntagslauf mal auf einer unbekannten Strecke machen könnte. Kam also kurz vor 18:00 Uhr im Hotel an, hab nur den Koffer abgestellt, Laufsachen rausgekramt und los. Es gibt da diesen wunderschönen Limmat-Uferweg auf beiden Seiten der Limmat (von der ich heute feststellte, dass sie aus dem Zürichsee raus- und nicht hineinfließt) mit hübschen Bänken zum Rasten, Informationstafeln zur Auenlandschaft und einigen Vogelbeobachtungsständen, die ich aber alle links oder rechts liegen ließ. Das Licht und die Landschaft waren wunderschön, die Sonne aber noch ziemlich heiß. Es waren viele Leute unterwegs, die meisten spazierend oder radelnd. Eigentlich war ich ziemlich überrascht, so wenige – also genau zwei – andere Läufer zu sehen. Anders als in Berlin im Park grüßen die hier aber alle freundlich.

Nach drei Brücken war ich einigermaßen erschöpft und fragte einen Spaziergänger, wie weit es noch zur nächsten Brücke sei. Als er 2-3km vermutete – genau wusste er es nicht, schien mir das in dem Moment doch ein bisschen weit. Schade eigentlich, denn als ich eben feststellte, dass ich doch nur 9,7km gelaufen bin, war ich doch ein bisschen enttäuscht. Aber egal, ich glaube, für heute war das vielleicht ja einfach doch die richtige Entfernung. Schön war’s jedenfalls – und ich bin ja noch bis Mittwoch hier.

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